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Die Natur ruft mal wieder und es wird Zeit, sich in die Wildnis und das Abenteuer zu stürzen?
Super, aber hast Du auch an alles gedacht, was du für einen tollen Trip benötigst?
Einen geeigneten Schlafsack zum Beispiel? Denn: Schlafsack ist nicht gleich Schlafsack!
Es gibt einige Unterschiede, die Du bei der Auswahl beachten solltest, damit du während deines Urlaubs keine böse Überraschung erlebst.

Bevor Du einen Schlafsack kaufen gehst, lies dir unbedingt diesen Artikel durch!

Deshalb möchten wir dir heute einiges zum Thema Schlafsack näher bringen. So kannst Du herausfinden, welcher Schlafsack der Richtige für dein neues Abenteuer ist, damit Du dich am Ende nicht ärgern musst und stattdessen unbekümmert die Zeit in der Natur verbringen kannst.

Schlafsäcke in Hülle und Fülle – Aber was brauchst du?

Es gibt viele verschiedene Schlafsack-Modelle, da kann man schon mal schnell den Überblick verlieren. Für dich sind aber erst mal die Kriterien wichtig, nach denen Du deinen Schlafsack aussuchen solltest und das sind folgende:

  • Reiseziel & Temperaturen
  • Material
  • Größe
  • Form
  • Details

Für deinen perfekten Schlafsack solltest Du also all diese Merkmale beachten und entscheiden, was das Richtige für deinen Trip ist. Manche Kriterien hängen von dem persönlichen Geschmack ab, wie beispielsweise die Form oder die Farbe des Schlafsacks. Hier kannst Du entscheiden, was dir besser gefällt und worin du dich am wohlsten fühlst. Material und Größe hingegen sollten immer auf dein Reiseziel, deine Unternehmungen und deine Körpergröße abgestimmt sein.

Wo reist du hin? Was muss dein Schlafsack können?

Bevor Du damit beginnst, dich mit der Auswahl eines geeigneten Schlafsacks zu beschäftigen, musst Du natürlich wissen, was dein Schlafsack können muss. Wohin führt dich dein Abenteuer und zu welcher Jahreszeit bist du dort? Der nächtliche Temperaturbereich ist entscheidend für die Wahl, damit Du nicht zu kalt und nicht zu warm schläfst. Auch dein eigenes Temperaturempfinden spielt eine Rolle: Bist Du eine Frostbeule oder machen dir niedrige Temperaturen wenig aus?

Viele Hersteller geben Werte an, nach denen Du dich richten kannst. Wichtig sind die Komforttemperatur für kälteempfindliche Abenteurer und die Grenztemperatur für weniger verfrorene Outdoor-Genossen. Dickere Modelle sind zudem natürlich ganz klar wärmer als dünnere Modelle.

  • Für den Sommer eignen sich entsprechend Sommerschlafsäcke am besten. Die Temperaturen sollten nachts maximal bis auf 5°C fallen.
  • Von Frühjahr bis Herbst solltest du auf einen 3-Jahreszeiten-Schlafsack setzen. Dessen Temperaturbereich sollte bei 0 bis -5°C liegen.
  • Bist du das ganze Jahr über on Tour, sprich sowohl im Sommer, als auch im Winter, empfiehlt sich ein 4-Jahreszeiten-Schlafsack. Hier darf die Temperatur auf höchstens -10 bis -15°C fallen.

Achte bitte stets auf die Angaben des Herstellers, damit Du am Ende nicht doch zu sehr frierst oder schwitzt.

Das richtige Material

Hier gibt es grundsätzlich zwei Auswahlmöglichkeiten für dich: Entweder wählst du einen Daunenschlafsack oder einen Kunststofffaserschlafsack aus. Beide Schlafsack-Materialien haben sowohl Vor- als auch Nachteile. Für was Du dich letztendlich entscheidest, sollte an dein Reiseziel und deine Prioritäten angepasst sein.

Daunenschlafsäcke

Sie sind vom Gewicht her leicht und kompakt zu verpacken und bieten dir mehr Schlafkomfort. Wenn Gewicht und Packmaß also oberste Priorität haben, ist dies dein Schlafsack. Außerdem wärmen Daunen besser, als dünner Kunststoff. Zwar sind diese Schlafsäcke preislich etwas teurer als solche aus Kunststoff, dadurch bleiben sie dir aber auch länger erhalten.

Daunenfedern

Daunenfedern

Was Du aber auch wissen solltest: Die Füllung eines Daunenschlafsackes ist sehr feuchtigkeitsempfindlich. Daher muss er jeden Morgen 30 bis 60 Minuten lüften, damit die Füllung nicht feucht bleibt und ihre Isolierfähigkeit verliert.

Tipp: Es gibt unterschiedliche Qualitäten von Daunenfedern. Je besser die Qualität der Daune ist, desto besser isoliert der Schlafsack. Außerdem stammen die Daunenfedern aus unterschiedlicher Herkunft. Hierbei ist die Gewinnung der Daune auch unterschiedlich brutal. Am besten fragst Du deinen Händler, um welche Daune es sich handelt und woher sie stammt.

Kunststofffaserschlafsäcke

Schlafsäcke aus Kunststoff sind in Bezug auf den Transport schwerer und voluminöser, als Daunen. Dafür nimmt die Füllung hier kaum Feuchtigkeit auf und isoliert auch dann noch, wenn sie nass ist. Außerdem sind sie günstiger in der Anschaffung, haben aber auch nur eine Lebensdauer von ¼ eines Daunenschlafsacks.

Hier solltest Du für dich entscheiden, was dir wichtiger ist.
Wenn Du nicht so oft verreist, nicht so viel Geld ausgeben möchtest, kaum Aufwand in der Pflege betreiben möchtest und dir Gewicht und Packmaß schnuppe sind, ist ein Kunststofffaserschlafsack genau das Richtige für dich.

Solltest Du hingegen oft im Freien unterwegs sein, Schlafkomfort lieben, auf Gewicht und Packmaß achten, etwas mehr Geld übrig haben, dann ist die Anschaffung eines Daunenschlafsackes für dich ideal.

Die richtige Größe

Mehrere Nächte im Freien kann inzwischen jeder verbringen: Sowohl ganz Große, als auch ganz Kleine. Für die kleinen gibt es geeignete Baby- , Kinder- und Jugendschlafsäcke, für besonders große Menschen bieten sich XXL-Schlafsäcke an.

Normalerweise sollten deine Füße bis zum Ende des Schlafsacks reichen. Ist die passende Länge aber nicht vorhanden, so sollte ein Schlafsack immer etwas größer ausfallen, als zu klein. Das ist deshalb sinnvoll, weil sich bei zu kleinen Schlafsäcken die Zehen in das Dämmmaterial am Fußende drücken und die Dämmleistung verloren geht. Bei größeren Schlafsäcken kann die Luft besser zirkulieren, das Aufwärmen dauert vielleicht ein bisschen länger, dafür bekommst Du aber keine kalten Füße.

Und auch für Paare gibt es sogenannte Doppelschlafsäcke, in denen mehrere Personen Platz finden. Auch hier sollten die Maße des größeren Partners genommen werden. Das Aufwärmen der Luft im Inneren sollte kein Problem sein, denn zu zweit wird einem nicht zuletzt auch durch die doppelte Körperwärme schneller warm.

Die Hersteller geben die Größen ihrer Schlafsäcke mal genauer, mal weniger genau an. Bei manchen Marken hat man lediglich die Auswahl zwischen S, M und L, andere Marken geben genaue Zentimeterangaben wie 180 cm, 160 cm, 130 cm an.

Scheue dich nicht, die Schlafsäcke in der engeren Auswahl einmal auszuprobieren! Steig einfach in das Modell hinein, stelle dich komplett aufrecht hin und Du wirst merken, ob der Schlafsack deiner Größe entspricht oder nicht. Denke auch hier wieder daran, dass deine Füße nach unten ein bisschen Platz brauchen, damit die Dämmeigenschaften am Fußende nicht verloren gehen. Und auch der umgekehrte Fall darf nicht eintreten. Wenn am Fußende zu viel Platz ist, wärmt sich der Bereich nicht auf und dir ist kalt. Solltest Du mal in die Verlegenheit kommen und einen zu langen Schlafsack haben, dann kannst du den Leerraum mit deiner Kleidung ausstopfen, das ist sehr wirkungsvoll.

Die richtige Form

Schlafsäcke können unterschiedlich geformt sein, jede Form hat ihre Vor- und Nachteile.

Der Mumienschlafsack zum Beispiel ist im oberen Teil sehr geräumig und wird zum Fußteil hin immer schmaler. Das hat den Vorteil, dass das Gewicht und das Packmaß reduziert wird. Außerdem befindet sich so weniger Luftraum im Schlafsack, sodass es schneller warm wird.

Mumienschlafsack

Mumienschlafsack

Deckenschlafsäcke hingegen sind im Fußteil genauso breit wie im oberen Teil. Es ist mehr Luft im Schlafsack daher eignen sie nur für den Camping-Einsatz im Warmen.

Deckenschlafsack

Deckenschlafsack

Ein Eiform-Schlafsack ist quasi ein Hybrid aus Decken- und Mumienschlafsack und seine Form ähnelt der eines Ovals. Bist Du dir bei dem Wetter während deiner Tor unsicher, kannst du mit einem solchen Schlafsack nichts falsch machen. Er ist für ein breites Temperaturspektrum geeignet, trotzdem solltest Du immer auf die Details und die Herstellerangaben achten.

Eischlafsack

Eischlafsack

Es gibt auch Schlafsäcke mit Armen und Beinen. Sie bieten vor allem Vorteile bei der Beweglichkeit im Zelt oder am Zeltplatz und sind besonders gut für sehr nachtaktive Schläfer geeignet.

Hat man sich im Temperaturbereich doch einmal vertan, ist ein Innenschlafsack oder Inlett hilfreich. Das ist ein dünner Schlafsack aus Baumwolle, Vlies oder Seide und kann zusätzlich zu dem üblichen Schlafsack verwendet werden. Dadurch kann zum einen der Temperaturbereich des Schlafsackes gesteigert werden. Zum anderen kann die Feuchtigkeit während des Schlafes vom Körper abgeleitet werden, um den Schlafsack zu schonen. Ist der mitgenommene übliche Schlafsack jedoch zu warm und besitzt keinen tiefgehenden Reißverschluss, so eignet sich ein Inlett auch zum alleinigen Einsatz.

Wichtige Details

Viele wichtige Merkmale haben wir dir nun bereits erklärt. Aber es sind eben auch die Kleinigkeiten und Details, die den Unterschied machen. Daher dürfen diese bei uns auch nicht zu kurz kommen. Hier sind also noch ein paar Details, auf die Du bei deiner Auswahl achten solltest, damit Du einen erholsamen Schlaf in der Natur erleben kannst.

Bei wärmeren Schlafsack-Modellen für niedrigere Temperaturen solltest Du auf eine eng anliegende Kapuze achten, die man zuziehen kann, damit die warme Luft sicher im Schlafsack bleibt. Über den Kopf verliert der Körper am meisten Wärme.

Hast Du allerdings Platzangst und kannst die Kapuze nicht zuziehen, achte zumindest auf einen Wärmekragen im Inneren des Schlafsacks oder nimm eine warme Mütze mit. Übrigens gibt es auch Mützen mit Daunenfüllung. Sie sehen aus wie ein kleiner Schlafsack..

Auch eine Abdeckleiste hinter dem Reißverschluss darf nicht fehlen, da ein Reißverschluss an sich kaum isoliert. Je wärmer der Schlafsack ist, desto dicker muss auch die Abdeckleiste sein.
Wenn Du nachts gerne die Füße ausstreckst, wenn es dir zu warm wird, solltest du bei der Schlafsackwahl auf einen Reißverschluss bis zu den Füßen achten. Besser noch ist ein Reißverschluss, der um das Fußteil herum läuft. So hast du maximale Beinfreiheit und kannst dich überall hin ausstrecken, wie es dir gefällt.

Die richtige Pflege

Du hast nun den perfekten Schlafsack für dein Abenteuer gefunden? Prima, dann kann es ja losgehen! Eine Sache solltest Du aber in der ganzen Aufregung nicht vergessen! Und zwar: Ein Schlafsack bleibt dir nur dann lange erhalten, wenn Du ihm ab und zu etwas Zuwendung schenkst und ihn ausreichend pflegst.
Ansonsten kann der beste Schlafsack schon nach einigen Trips den Geist aufgeben.

Vorbeugende Maßnahmen

Am besten lässt man einen Schlafsack erst gar nicht verschmutzen. Das klingt zwar einfach, ist allerdings leichter gesagt als getan. Es gibt drei Möglichkeiten, die ein schnelles Verschmutzen verhindern können.

Zum einen sind das dünne Inletts, die zusätzlich in den Schlafsack hineingelegt werden, um das Innere zu schützen. Ähnlich wie ein Inlett funktionieren auch lange Schlafanzüge, die können im Urlaub aber zu warm und unbequem sein.

Zuletzt wäre da noch die Körperhygiene. Am besten legst Du dich stets frisch gewaschen in deinen Schlafsack, damit Du Dreck und Schweiß nicht mit hinein nimmst. Aber auch das ist Outdoor nicht immer möglich.

Den besten Schutz erreichst Du durch die Kombination aller drei Möglichkeiten, um deinen Schlafsack lange sauber zu halten.

Die richtige Wäsche

Ist es dann allerdings doch mal an der Zeit, den Schlafsack zu waschen, gibt es auch einiges zu beachten. Der Vorgang richtet sich vor allem nach dem Material des Schlafsacks. Daunenschlafsäcke müssen anders behandelt werden, als Kunststofffaserschlafsäcke, damit sie währenddessen nicht kaputt gehen.

Das Waschen von Daunenschlafsäcken

Bevor Du richtig zur Tat schreitest, stelle sicher, dass alles verschlossen ist: Reißverschlüsse, Druckknöpfe und Klettverschlüsse. Alle Schnürungen hingegen solltest Du lockern und den Schlafsack dann auf links drehen, damit das Innere schön sauber wird. Außerdem wird so das wasserdichte Obermaterial nicht zur störenden Barriere.

Nun geht’s ans Eingemachte: Wasche deinen Daunenschlafsack stets mit der Hand, das geht am besten in der Badewanne. Hierbei ist eine Wassertemperatur von 30°C und spezielles Daunenwaschmittel ideal. Ist das Waschwasser fertig, tauchst Du den Schlafsack hinein, massierst ihn leicht und lässt ihn sich mit dem Wasser vollsaugen. Danach darfst Du dich eine halbe Stunde entspannen, in der der Schlafsack in Ruhe einweicht. Ist die Zeit um, geht es ans Ausspülen: Wasser ablassen und den Sack solange mit kaltem Wasser abspülen, bis nichts mehr schäumt und fertig bist Du mit der Wäsche.

Das Waschen von Kunststoffschlafsäcken

Genau wie beim Daunenschlafsack musst Du auch deinen Kunststoffschlafsack vorbereiten.
Das heißt hier ebenfalls: Reißverschlüsse, Druckknöpfe und Klettverschlüsse zu, alle Schnürungen lockern und den Schlafsack auf links drehen.
Und auch hier ist bevorzugt Handarbeit angesagt! Dabei verfährt man genauso wie beim Waschen von Daunenschlafsäcken.
Mit einer großen Waschmaschine (mindestens 6 Liter) im Schongang und ohne Weichspüler geht es aber auch. Was nicht fehlen darf ist Daunen- oder Kunstfaserwaschmittel.

So trocknest du den Schlafsack richtig

So weit, so gut: Der Schlafsack ist sauber und triefend nass. Was nun?

Zuerst legst Du das tropfende Etwas über einen ausgebreiteten Wäscheständer, den Du in der Nähe eines Abflusses im Boden platzierst, damit sich keine unschönen Pfützen bilden, auf denen Du nachher noch ausrutscht.

Alternativ kannst Du den Schlafsack samt Wäscheständer aber auch einfach nach draußen auf den Rasen stellen, wenn es das Wetter zulässt. Die Sonne sollte dabei aber nicht direkt auf das gewaschene, nasse Material strahlen. Nach einigen Stunden kannst Du den Sack ausschütteln und wenden, dann ist wieder Warten angesagt.

Erheblich schneller geht es mit dem Wäschetrockner, aber auch hier sollte der Schlafsack vorher schon 2-3 Tage Zeit zum Trocknen bekommen haben. Dann kannst Du ihn bei 30°C behutsam im Wäschetrockner trocknen lassen. Wenn das Material dann so gut wie trocken ist, kannst Du Tennisbälle hinzugeben, die das Material wieder herstellen und fluffig machen.

Hier noch ein Richtwert zur benötigten Trocknungszeit: Ein Schlafsack braucht durchschnittlich zwei Wochen, bis er nach dem Waschen wieder vollkommen trocken und einsatzbereit ist!

Sind die zwei Wochen um, kannst Du dann aber samt Schlafsack getrost in dein nächstes Abenteuer aufbrechen! Die lange Wartezeit wird sich mit Sicherheit auszahlen, wenn Du nach einem anstrengenden ersten Tag auf Tour endlich in deinen frischen, gemütlichen Schlafsack schlüpfen und dich ausruhen kannst.

Mission perfekter Schlafsack – Completed!

Damit sind wir nun auch am Ende unseres Blogbeitrags angelangt, es war ja auch eine ganze Menge an Informationen. Nun solltest Du aber auch auf alles einwandfrei vorbereitet sein, was dir in Bezug auf Schlafsäcke einfällt.

Wir haben dir nicht nur gezeigt, wie Du den richtigen Schafsack für dich und deine Trips findest, sondern auch, wie er dir durch die richtige Pflege noch lange ein guter Begleiter bleibt.

Natürlich hoffen wir, dass dir der Beitrag gefallen hat und Du viele nützliche Tipps und Hinweise für den nächsten Schlafsack-Kauf und die nächsten Reisen mitnimmst.
Wir freuen uns schon auf deinen nächsten Besuch bei uns zu einem anderen, spannenden Thema, wenn es wieder heißt: Von Outdoor-Freunden für Outdoor-Freunde!

Als letzten Tipp: Wenn das Material vom Schlafsack gedrückt wird, wie beispielsweise wenn Du darauf liegst oder sitzt, isoliert dieser nicht und es wird kalt. Also immer an die passende Isomatte denken. Ach ja, bevor Du deinen Outdoor Rucksack kaufen gehst, solltest Du zusehen, dass der Schlafsack vom Volumen her reinpasst.

So findest du den idealen Schlafsack für dein Vorhaben
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