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Wenn du Trekkingstöcke kaufen möchtest, dann solltest du einiges beachten. Was wichtig für die Qualität und Verwendung von Trekkingstöcken ist, erfährst du in diesem Artikel.

Trekkingstöcke oder Wanderstöcke

Im Grunde sind Trekkingstöcke und Wanderstöcke zwei Begriffe für das gleiche Produkt. Wobei man sagen muss, dass Trekking-Enthusiasten nochmal deutlich mehr Wert auf ein sehr leichtes Gewicht legen.

Der große Vorteil von Trekkingstöcken

Trekkingstöcke helfen einem bei Trekkingtouren einen sicheren Stand zu halten, besonders wenn die Tour bergab geht. Dadurch vermindert man auch das Verletzungsrisiko. Aber auch beim Aufstieg eines Berges geben sie einem den nötigen Halt und beschleunigen damit auch das Tempo der Schritte. Aber nicht nur die genannten Gründe sind unschlagbar als Must-Have Utensil auf der nächsten Wandertour.

Egal ob bei rutschigen und verschlammten Wegen, Geröll als Hindernisse oder Schnee, der einem in den Weg kommt, die Hilfe durch Wanderstöcke ist ein wahrer Vorteil.

Trekkingstöcke

Trekkingstöcke schonen die Gesundheit

Wenn du noch nie mit Wanderstöcken unterwegs gewesen bist, dann gibt es nicht nur von uns eine klare Empfehlung sich welche zu zulegen. Auch der Arzt wird dir dazu raten. Medizinisch gesehen schont der Einsatz von Trekkingstöcken die Kniegelenke, die Sprunggelenke und auch die Hüfte. Besonders abseits der normalen Wanderpfade, wenn das Gelände unwegsamer wird, helfen dir die Stöcke dabei die Last von den Gelenken zu nehmen. Die Trittsicherheit und die Stabilität deines Körpers verbessern sich deutlich. So hältst du auf der nächsten Tour nicht nur länger durch, sondern hast allgemein mehr Freude am Wandern und bist auch schneller wieder fit. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass das Risiko von Arthrose sinkt. Du wirst durch die Verwendung von Wanderstöcken deutlich vitaler. Denn bei einer normalen Wandertour wird gerade mal ein Drittel der Muskeln des Körpers in Anspruch genommen. Durch die Stöcke aktivierst du zwischenzeitlich bis zu 90% aller Muskeln. Positive gesundheitliche Folgen können die folgenden sein:

  • Reduzierung des Schlaganfall- und Demenzrisikos
  • bessere Kondition
  • besseres Training aller Muskelgruppen im Zusammenspiel

Man sieht, die Stöcke haben es in sich.

Qualitätsmerkmale von Trekkingstöcken

Wenn du Trekkingstöcke kaufen gehst, dann gibt es einige Punkte die man beachten sollte, denn Qualität zahlt sich aus. Hochwertige Wanderstöcke verhindern nicht nur Unfälle, sondern bieten auch andere Vorzüge.

Das Material

Der wohl größte Faktor, welcher immer wieder für regen Diskussionsbedarf sorgt, ist das Material der Trekkingstöcke.

Carbon oder Aluminium

Die meisten Nutzer tendieren dazu sich ein besonders günstiges Modell zu suchen. Doch hat besonders leichtes und gutes Material auch seinen Preis. Wenn du also lange Freude an den Wanderstöcken haben willst, dann solltest du lieber ein wenig mehr ausgeben. Carbonfaser ist ein Kunststoff, welcher mit Kohlenstoff verstärkt ist. Das macht die Stöcke nicht nur enorm stabil, sondern auch ultra leicht. Aluminium ist sicher nicht so schwer wie Stahl, aber deutlich schwerer als Carbon-Wanderstöcke. Dafür punkten sie aber auch mit einem deutlich günstigerem Preis. Es gibt inzwischen auch einen Mix der Materialien, hier gilt es genau hinzugucken.

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Die Funktionen

Die grundsätzliche Funktion haben wir bereits geklärt. Dennoch gibt es Trekkingstöcke mit diversen Funktionen, welche sich als besonders praktisch erweisen. So unterscheidet man beispielsweise bereits in der Verstellbarkeit der Länge und der Verstaubarkeit. Es gibt starre Wanderstöcke, welche nicht verstellbar sind und auch Teleskop-Wanderstöcke. Diese kann man nicht nur auf das ideale Körpermaß anpassen, sondern auch praktisch kürzen, um weniger Volumen im Packgepäck zu verbrauchen. Hier kann man entweder stufenweise oder stufenlos die Länge mit einem Klemmsystem variieren. Ein weiteres Highlight einiger Trekkingstock-Hersteller ist der faltbare Trekkingstock. Er hat natürlich das geringste Packmaß aller Möglichkeiten. Das punktet auch, wenn du sie in den Rucksack packen möchtest.

Der Drehverschluss – das Innen-Klemmsystem

Bei den Verstellmechanismen gibt es unterschiedliche Systeme. Zum einen gibt es Klemmsysteme die von innen heraus wirken. Diese funktionieren durch Spreizdübel. Hier kann man frei das jeweilige Segment auf der richtigen Länge festschrauben. Der große Vorteil dieses Systems ist das geringe Gewicht und das geringe Ausmaß des Aufbaus. Leider gibt es auch einen Nachteil: Die Spannung der Befestigung verliert sich mit der Zeit und hält nicht mehr richtig. Dadurch ensteht ein Spiel, welches nicht optimal ist.

Außen-Klemmsystem

Deutlich stabiler und langlebiger ist das Prinzip der Außenklemmung. Dieses ist zwar etwas schwerer und macht den Wanderstock nicht ganz so schlank wie sein Konkurrenzsystem, aber überzeugt durch sein zuverlässiges Verstellsystem. Gerade bei Wintertouren, bei denen man Handschuhe trägt, sind die Außenklemmen besonders leicht zu bedienen.

Die optimale Länge der Trekkingstöcke

Wenn du keine Stöcke mit variabler Länge kaufst, dann muss die Größe natürlich von Vornherein optimal zu deinem Körper passen. Stell dich aufrecht hin und halte die Trekkingstöcke senkrecht vor dir. Deine Ellenbogen müssen sich in einem 90 Grad Winkel bewegen. Denke dran, dass du je nach Wandertour auch mal eine unterschiedliche Höhe der Wanderschuhe wählst. Das verändert natürlich die Höhe, daher sollte man doch über ein verstellbares System nachdenken.

Übrigens wählt man beim Auf- und Abstieg jeweils ein anderes Maß. Beim Aufstieg ist ein kürzeres Maß erforderlich, was sich aus der Haltung des Körpers ergibt. Beim Abstieg kannst du die Stöcke 5-10 cm länger ausfahren. Als optimale Rechenformel kann man diese anwenden: Körpergröße in Zentimeter mal 0,68 = Stocklänge

Die Ausstattung

Neben den tollen Funktionen gibt es noch einige Features als Zusatzausstattung. Gerade bei empfindlichen Handgelenken und auch Schultern solltest du dich für Trekkingstöcke mit Stoßdämpfern entscheiden. Worauf die meisten Erstkäufer nicht achten, ist ein winziges Detail am Ende der Stöcke. Die Spitzen sind nicht für jeden Einsatz geeignet. Achte darauf, dass du diese austauschen kannst und lege dir gleich passende Spitzen zu. So bist du für jedes Gelände bestens vorbereitet. Für lange Touren auf dem Asphalt kann man sich auch Schutzkappen aus Gummi über die Spitzen stülpen, so schont man das Material.

Wenn du eine Trekkingtour in der verschneiten Landschaft planst, dann dürfen die Teller am unteren Teil nicht fehlen.

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Der Griff

Je hochwertiger du den Griff wählst, desto besser wird der Halt sein, den der Stock dir gibt. Hier gibt es vom schlichten Kunststoffgriff, welcher ergonomisch geformt ist, dem Eva-Schaumstoffgriff, bis hin zum edlen Korkgriff eine große Auswahl. Achte auch darauf, dass die Wanderstöcke Schlaufen am Griff besitzen. Diese entspannen das Handgelenk und machen dich flexibel. Du kannst so auch den Stock mal loslassen und beispielsweise einen Blick auf die Wanderkarte werfen. Zusätzlich verleihen sie eine Verstärkung der Kraftübertragung zwischen Armen und Stöcken und schützen vor Scheuerstellen.

Trekkingstöcke kaufen

Auf was du alles achten musst, haben wir bereits aufgeführt, aber jetzt fragst du dich bestimmt, wie viel ein guter Trekkingstock kosten darf. Wenn du Trekkingstöcke kaufen gehst, dann gilt es nicht zu sehr auf den Cent zu achten. Trekkingstöcke mit hervorragender Ausstattung und guten Funktionen findest du bereits ab 120 Euro. Ein gutes Maß für den Preis sind 100-200 Euro. Darunter rate ich von einem Kauf ab, es sei denn die Stöcke sind gebraucht. Obwohl es auch inzwischen von unbekannten Marken deutlich günstigere Versionen gibt, die häufig positiv bewertet werden. Erfahrungen mit diesen Billig-Produkten habe ich leider nicht, hier gilt es zu testen.

Fazit

Egal ob zum Bergsteigen, Wandern oder Spazierengehen, Trekkingstöcke sind der ideale Begleiter für eine gesunde Körperbetätigung beim Laufen. Wenn die Wege gerade sind und du jung und fit bist, dann brauchst du eigentlich keine Stöcke. Denn die Muskulatur in deinen Beinen, deinen Füßen und Knien sind die natürlichen Helfer deines Körpers. Jedoch schaden können die Stöcke nie.

Die schlimmsten Fehler, die man bei der falschen Wahl machen kann, ist das Wählen der falschen Länge, Billig-Stöcke kaufen, die sich durchbiegen und Griffe aussuchen, welche nicht komfortabel in den Händen liegen. Und noch etwas sei gesagt, wenn du dich für ein günstigeres Modell aus Aluminium entscheidest, dann muss der Stock gerade nach einer nassen Tour gereinigt und gepflegt werden. Ansonsten entsteht Korrosion und vernichtet deine Wanderpartner. Normalerweise reicht die trockene Pflege mit einem Tuch. Wenn es mal etwas mehr werden soll, dann kann man behutsam mit Waschbenzin rangehen. Bitte komm auf keinen Fall auf die Idee Öl oder Fett zu verwenden, ansonsten könnte das Verstellsystem darunter leiden.

Trekkingstöcke – worauf muss man achten?
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